Der Tagesablauf

Der Tag gliedert sich bei den meisten Retreats folgendermaßen:

  • Meditation
  • Frühstück
  • Vormittagsprogramm bestehend aus Vortrag, Gesprächsgruppe, einer weiteren Meditation oder anderen Übungen
  • Mittagsimbiss mit anschließender Mittagspause
  • Nachmittagsprogramm (siehe Vormittag)
  • Abendessen mit einer warmen Mahlzeit
  • Abendprogramm: Meditation und/oder ein buddhistisches Ritual

Wie oft und wie lange meditiert wird, hängt sehr von der Art des Retreats und von der Vorerfahrung der Teilnehmenden ab.

Bei den anfallenden Arbeiten im Haus sowie der Zubereitung der Mahlzeiten helfen alle mit. Dafür gibt es einen Plan, in den man sich einträgt. In der Regel ist das eine Aufgabe pro Tag. Dieser Dienst“ ist keineswegs nur ein „notwendiges Übel“, sondern ein wertvoller Teil der Übung während eines Retreats: Die Aufmerksamkeit, die man in der Meditation schult, findet so einen aktiven und praktischen Ausdruck. Sorgfältig und achtsam ausgeführt, kann auch Fegen oder Möhrenschneiden zu einer meditativen Übung werden!

Zeiten der Stille

Zum Retreat, dem Rückzug, gehört mehr bei sich zu sein und deshalb wird meist nach dem Ende der letzten Meditation am Abend bis zum Beginn des Frühstücks am nächsten Tag, Stille bewahrt. Solche Zeiten der Stille können im Verlauf des Retreats auch länger werden. Die meisten Menschen empfinden die Erlaubnis nicht reden zu müssen nach anfänglichem Befremden entspannend und befreiend. Der entstehende Raum ermöglicht es, sich selbst ganz anders wahrzunehmen.

Bei intensiven Retreats für Erfahrene kann das Schweigen tagelang dauern, dann verklingen allmählich auch die inneren Dialoge und die Meditation kann wesentlich tiefer werden.

Neben Zeiten der Stille sind aber auch das Gespräch und der Austausch wichtige Elemente der meisten Retreats. Vor allem bei Retreats für Meditationsneulinge gibt es ausreichend Gelegenheit Fragen zur Meditation zu stellen und einander kennenzulernen.